Vertragscheck beim Immobilienkauf

Warum ein Vertragscheck ein Must-Have ist

Ein Immobilienkauf ist meist die größte Einzelinvestition im Leben. Verträge sind häufig lang und in Fachsprache formuliert — das macht es leicht, wichtige Klauseln zu übersehen. Ein professioneller Vertragscheck bringt Klarheit, deckt benachteiligende Klauseln auf und hilft, Risiken vor der Unterschrift einzuschätzen. InfinA

Was geprüft werden sollte (Praktische Checkliste)

  • Form und Gesetzmäßigkeit: Stimmt die gesetzlich geforderte Form (z. B. für die Grundbuchseintragung)?
  • Gewährleistungsausschlüsse: Werden Ansprüche des Käufers unangemessen eingeschränkt? Werden die Vorgaben des Kaufanbotes umgesetzt?
  • Flächen- und Leistungsangaben: Stimmen Wohnnutzflächen und Beschreibungen mit Realität/Planung überein? Dazu braucht man aber einen Sachverständigen, keinen Rechtsanwalt.
  • Altlasten & Zusicherungen: Gibt es Garantien, z. B. dass das Grundstück „frei von Altlasten“ ist — und sind diese realistisch?
  • Preisanpassungsklauseln & Zahlungsmodalitäten: Wann und wie ist die Zahlung fällig; sind Konditionen klar definiert?

Typische Fallstricke & wie du sie vermeidest

Versteckte Gewährleistungsausschlüsse: Viele Verträge enthalten Klauseln, die Käuferrechte stark einschränken. Lass diese Klauseln juristisch prüfen.

Unklare Flächenangaben bei Bauträgerverträgen: Abweichungen bei Quadratmetern (z. B. 2–3 %) können später den Wert beeinflussen — genau hinschauen.

Ablauf eines guten Vertragschecks

  • Vertrag zusenden (frühzeitig).
  • Juristische & sachliche Prüfung (Recht + Nutzflächen/Technik).
  • Kurzbericht mit klaren Handlungsempfehlungen.
  • Verhandlungsunterstützung bei Bedarf.

Fazit

Ein Vertragscheck schafft Rechtssicherheit, stärkt Verhandlungspositionen und reduziert finanzielle Risiken. Er ist eine sinnvolle Investition, besonders bei umfangreichen oder Bauträgerverträgen.

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